Lieselotte Dannert (Mitte) vom Partnerschaftsverein bot das Vereins-T-Shirt feil. Ulrich Pätzold-Jäger und Martina Ende-Bollin führten durch das Programm. Foto: Christian LukasBericht aus den Ruhr Nachrichten. „Dobryj den!“ Oder: „Guten Tag“. Wer Ukrainisch lernen wollte, war am Wochenende in der Werkstadt an der richtigen Adresse. Im Schnelldurchgang die wichtigsten Phrasen verschiedener Sprachen erlernen konnten die Besucher am Rande des Festes 113 am Samstag und Sonntag.

Bei Tanz, Theater, Gesang, kulinarischen Spezialitäten von den Philippinen, aus der Türkei und vielen anderen Ländern konnten sich die Gäste austauschen oder einfach nur an den Ständen verschiedenster Organisationen vorbei flanieren.

Wie dem des Radio-Projektes „Radio United“, das ausschließlich aus jungen Migranten besteht und das regelmäßig im Ruhrstadtstudio Sendungen produziert. Das „Bündnis gegen Rechts“ und auch eher unbekannte Institutionen wie der georgisch-deutsche Kulturverein nutzten die Gunst der Stunde, um sich den Wittenern vorzustellen. 113, das steht für die Zahl der Nationen, die in Witten offiziell zusammen leben.

Mehr Besucher

Kultur verbindet. Daher boten Tanz und Gesang einen bunten Rahmen für das Fest. Als Hingucker entpuppten sich Corinna und Angel, ein Tanzpaar, das mitten im allgemeinen Trubel argentinischen Tango praktizierte und für einen Moment das sonstige Geschehen am Samstagnachmittag in der Haupthalle zum Erliegen brachte. Im Theatersaal präsentierten die Perlas, Folklore-Tanz von den Philippinen. Griechische Folklore folgte direkt im Anschluss.

Tja, und dann gab es eben noch die Schnellsprachkurse. In Swahili, Japanisch, Russisch, Hausa, Armenisch, Ungarisch und vielen anderen Sprachen. Wie eben auch Ukrainisch mit Irina Kovalova, die für ihre Sprache kräftig die Werbetrommel rührte: „Sprachkenntnisse führen die Menschen zusammen. Wer eine Sprache lernt, lernt schließlich auch etwas über die Kultur des jeweiligen Landes“, so die Caritas-Mitarbeiterin, die in ihrer ukrainischen Heimat einst Englisch studiert hat und durchaus aus eigener Erfahrung spricht.

Die Atmosphäre stimmte, launig war das, was die Veranstalter an Kultur boten, auf jeden Fall. Nur ein paar Besucher mehr hätten dem internationalen Fest gut getan.

Denn ob Kindertheater mit „Die Schmuddels“, der Art-Ort, der sich ganz in den Dienst des Festes 113 stellte oder die Integrationsmesse, die am Sonntag unterschiedlichen Vereinen, die in der Migration tätig sind, quasi ein Forum im Forum bot, all das konnte sich durchaus sehen lassen. In diesem Sinne: „Do pobatshennja“. Auf Wiedersehen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Christian Lukas

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