Bericht aus der WAZ. Witten und Lev Hasharon. Eine Stadt im Westen Deutschlands und ein Landkreis im Herzen Israels. Vor 50 Jahren lagen nicht nur 3500 Kilometer zwischen jenen Orten, Vorurteile und Ängste sorgten wegen der nahen Holocaust-Vergangenheit für eine weitaus größere Distanz.

Die geographische Entfernung besteht auch heute noch, jedoch hat sich auf menschlicher Seite etwas geändert: Aus Distanz ist Freundschaft geworden. Nicht zuletzt ein Verdienst von Zwi Herut und Itzhak Jeshua. Dafür wurden sie gestern mit dem Wittener Partnerschafts-Preis ausgezeichnet.

Als "zwei wesentliche Säulen der Partnerschaft" bezeichnete Karlheinz Dressel, Vorstand des Freundeskreises der Israelfahrer in Witten, die beiden Preisträger gestern bei den Feierlichkeiten in den Räumen der Vhs. Der ehemalige Landrat Lev Hasharons, Zwi Herut, gehörte zu den ersten Verfechtern der freundschaftlichen Beziehungen und war 1983 maßgeblich daran beteiligt, die seit 1967 bestehende Partnerschaft mit dem 800 Seelen-Dorf Ein Wered auf den damals neu gegründeten Landkreis Lev Hasharon auszuweiten.

Sein Nachfolger, Itzhak Jeshua, übernahm Heruts Erbe, half wie sein Vorgänger, die bis heute 56 Jugend- und Bürgerreisen im Zuge der Partnerschaft zu organisieren. "Zwei stets herzliche Gastgeber", lobte Klaus Lohmann, Präsident des Partnerschaftsvereins Witten, der den Preis - zurzeit ein Bild des Hattinger Künstlers Michael von Bancels - seit 1991 verleiht. An Personen und Vereine, die sich für Städtepartnerschaften engagieren. Die Preisträger lobten ihrerseits die Partnerschafts-Arbeit und unterstrichen ihre Bedeutung - Zwi Herut: "Freundschaft wird uns zu einer besseren Welt bringen."

Bericht aus der WAZ von Bastian Angenendt

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