v.l.n.r.: Klaus Lohmann, Klaus Völkel, Erich Bremm, Bürgermeisterin Sonja Leidemann und in der Mitte der Repräsentant der Preisträger Daniel Desrumaux. Foto: Jörg FruckSie dürfte die inzwischen älteste noch immer aktive Brücke zwischen Witten und seiner französischen Partnerstadt sein, die Radtour Witten - Beauvais. Im Frühjahr ging sie in ihre 30. Runde. Diese Aktivität würdigte der Partnerschaftsverein, als er am Samstag (6.9.) in der WERK°STADT den Partnerschafts-Preis an die Gruppe Velo Beauvais-Witten vergab.

Repräsentant der Franzosen war bei dieser Gelegenheit Daniel Desrumaux, der nicht gerade seit der ersten Fahrt, aber immerhin seit der dritten Tour immer wieder im Einsatz ist. Er sorgt für Verpflegung, führt die Kasse, hilft bei Pannen und ist überhaupt für alles und jedes zuständig.

Die Radtour wurde nie richtig gegründet, sondern verdankt ihre Entstehung einem Zufall. Sie startete 1979 als Ersatz für eine eigentlich verabredete Wanderung von Witten nach Beauvais und sollte ein einmaliger Gag sein. Doch dann machte es allen so viel Spaß, dass sie verabredeten, im nächsten Jahr die Strecke in entgegen gesetzter Richtung zu machen.

Seither war das Interesse an diesem teils sportlichen, teils geselligen Unternehmen alle Jahre so groß, dass noch nie die Werbetrommel gerührt werden musste, um Teilnehmer zu finden. Zehn Jahre lang ging es hin und her zwischen den beiden Städten, seither stellt die Tour jedes Mal eine Region vor, mal in Frankreich, mal in Deutschland. Dieses Jahr ging es durch das Perigord, 2009 ist das Allgäu an der Reihe.

Der Partnerschaftspreis

Der Partnerschaftspreis wurde ins Leben gerufen, um nach außen sichtbar zu machen, mit wie viel persönlichem Einsatz und Idealismus Wittens Städtefreundschaften von vielen Menschen gepflegt werden.

Da der gemeinnützige Partnerschaftsverein keine großen Preisgelder ausschütten kann, aber ein durchaus wertvoller Preis vergeben werden sollte, hat er zunächst die inzwischen verstorbene Wittener Künstlerin Elke Balzer Kahl gebeten, ein Bild für diesen Anlass zu gestalten. Eine Grafik entstand, mit dem Titel „Der Reigen“, von der lediglich eine Zehner-Serie aufgelegt wurde.

Inzwischen ist der Preis in eine zweite Runde gegangen. Dafür hat Michael von Bancels das Bild gestaltet, das jetzt als Partnerschaftspreis vergeben wird. Er ist Kunsterzieher an der Gesamtschule in Hattingen und gehört dem Wittener Künstlerbund an. Durch den damaligen Vorsitzenden des Künstlerbundes, Dr. Detlef Thierig, kam der Kontakt mit von Bancels zu Stande. Die Grafik trägt den Titel „Begegnungen“, und die Blätter sind alle individuell coloriert und in Details der Zeichnung abgewandelt.

Der Partnerschaftspreis ist bisher vergeben worden an Wilm Ossenberg, Günther Stratmann, Rolf Ostermann, Rudi Leopold und den Blindenverein, Len Collins (Barking and Dagenham), Prof. Dr. Henning Gallenkamp, André Vaudree (Beauvais), Karlheinz Dressel, Gabi Zfati (Lev Hasharon), Ludwik Kiedrowski (Tczew), Mary Golletz (Barking and Dagenham), Freundeskreis Kursk-Witten, Christa Thierig, Klaus Lohmann, Phoebe Kirk-Norris (Barking and Dagenham), Klaus J. Schulz, Horst Görlitz, Zwi Herut (Lev Hasharon), Itzhak Jeshua (Lev Hasharon), Velo Beauvais-Witten.

Quelle: www.witten.de

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