Miteinander ins Gespräch kommen, Neues voneinander lernen: Auch das sind Ziele der Messe für Integration und Städtepartnerschaften in der Werkstadt. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

WAZ. „Schau mal über den Tellerrand“, so lautet das Motto der fünften Messe für Integration und Städtepartnerschaften. Sie findet am Samstag, 9. April, von 13 bis 17 Uhr in der Werkstadt an der Mannesmannstraße 5 statt.

Was gibt es bereits alles in Witten? Welche Organisationen leisten welche Arbeit? Diese und viele weitere Fragen sollen auf der Veranstaltung beantwortet werden.

„An über 40 Ständen können sich Besucher informieren, wie und wodurch in Witten mehr als 113 Nationen friedlich miteinander leben“, wirbt Nina Leuschner von der städtischen Stabsstelle für Integration, internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften für einen Besuch in der Werkstadthalle. Auch leckere Speisen, nette Gespräche und der Clown Aki sollen den Gästen den Tag versüßen.

Zahlreiche Organisationen informieren über ihre jeweiligen Angebote, darunter die Quabed, das Bundesamt für Migration, das Deutsche Rote Kreuz Witten, die Vhs, die Crengeldanzschule, Treffpunkt Afrika, der Weltladen Witten, der Help-Kiosk, die Partnerschaftsvereine, der Werkhof Witten und ProFamilia.

„Wichtig ist uns das Vernetzen, dass Menschen ins Gespräch kommen, voneinander erfahren“, beschreibt Leuschner das Ansinnen der Messe. Zur Unterstützung dieses Ziels wird es für die Messe eine sogenannte „Laufkarte“ geben, mit der man auf einfache Weise Punkte sammeln kann. Mit dieser Karte nimmt man auch bei der traditionellen Verlosung am Ende der Veranstaltung teil, bei der es viele Preise zu gewinnen gibt. Die Ziehung der Loskarten und Übergabe der Gewinne übernehmen Bürgermeisterin Sonja Leidemann und Ex-Bürgermeister Klaus Lohmann.

Auch der Bereich Städtepartnerschaften ist ein wichtiger Beitrag zur Vielfalt, Völkerverständigung und Integration. Insgesamt hat Witten neun Städtepartnerschaften. Auch diese Partner stellen sich auf der Messe vor. Zwei neue Partnerschaften sind erst in diesem Jahr entstanden: mit San Carlos in Nicaragua wurde eine Städtefreundschaft zur -partnerschaft. Und auch das äthiopische Mekelle ist nun eng mit Witten verbunden. Weitere Städtepartnerschaften gibt es mit Beauvais in Frankreich (seit 1975), Mallnitz in Österreich (79/80), Barking/Dagenham in England (79/80), dem Kreis Lev Hasharon in Israel (83), Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt (seit 90), dem russischen Kursk (90/91) sowie Tczew in Polen (98/99 ).

Kooperationspartner der Messe ist das Programm „Kontrakt – Unternehmen für Bildung“. Damit fördert die Stadt seit 2008 die Chancengleichheit für sozial benachteiligte Jugendliche, um sie beruflich besser etablieren zu können. Wittener Firmen übernehmen daher eine dreijährige Patenschaft und unterstützen die Patenkinder mit einem monatlichen Bildungsstipendium von der achten bis zur zehnten Klasse.

Diese Jugendlichen sind Mit-Gastgeber der Integrationsmesse und übernehmen dort einige Aufgaben: Sie begrüßen die Gäste, betreuen Kinderaktionen, interviewen Besucher, verkaufen Kuchen, verteilen Lose und stehen für Informationen bereit.

WAZ-Bericht

 

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