San Carlos in Nicaragua, Tczew in Polen, Mallnitz in Österreich oder Beauvais in Frankreich: Wo Wittens Partnerstädte liegen erklären große Tafeln, die in Höhe der Stadtbücherei auf der Ruhrstraße aufgestellt sind. Was die Wittener und ihre Gäste können, zeigte sich auf dem Partnerschaftsfest am Samstag.

Den Auftrittsreigen eröffneten die Schuhplattler aus Mallnitz in Tracht, viele Tanzgruppen folgten – etwas das Wolfener Ballettensemble oder die Kinder des Hevener Tanztheaters Abrakadabra. Gegenüber sammelte derweil der Freundeskreis Witten-Kursk Unterschriften. „Wir haben eine Resolution zum Ukraine-Konflikt verfasst“, erzählt Sabine van den Bosch. Die schwierigen deutsch-russischen Beziehungen waren das bestimmende Thema am Stand des Freundeskreises. Die meisten Besucher unterschreiben die Resolution, auch die englischen Gäste und Amir Ritov, Bürgermeister von Lev Hasharon in Israel.

Ritov erzählt, sein Heimatort sei von den jüngsten Raketenangriffen aus dem Gaza-Streifen verschont geblieben. Er wünsche sich „Frieden auf der ganzen Welt“. Die Beziehungen zu Witten seien sehr tief und das seit vielen Jahren. Bestes Beispiel: „Eamar heißt das Mädchen von Witten und Lev Hasharon“. Durch die regelmäßigen Besuche hätten sich ein Mann aus Israel und eine Frau aus Witten gefunden und nun Nachwuchs bekommen.

Die Freundlichkeit der Wittener lobt im Festzelt Elisabeth Kangethe, Bürgermeisterin von Barking and Dagenham: „Die Wittener sind freundlicher als die Menschen in meiner Heimatstadt“. Zum ersten Mal ist die im Mai gewählte Bürgermeisterin in Deutschland. Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe hatte sie zuvor nie probiert. Von der Städtepartnerschaft ist sie überzeugt: „Das ist gut, um sich gegenseitig zu verstehen.“

WAZ-Bericht von Stephan Ammann

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