Informations- und Gesprächsabend Freundschaftsverein Tczew-Witten e.V.

Dienstag, den 4. Februar 2014 um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum der evangelischen Johanniskirchengemeinde Witten

Eine Veranstaltung mit Pfarrer Dr. Horst Hoffmann

In Deutschland erregt die Aufdeckung über die Mordserie einer rechtsterroristischen Gruppe und die Untätigkeit des deutschen Staates bei der Aufklärung Erstaunen und Empörung aus. Umfragen ergeben jedoch, daß Antisemitismus bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein verbreitet ist und als ein Indikator für weitere menschenverachtende Denkmuster dienen kann.

Wie halten es die Christen mit ihren Glaubensbrüdern, mit denen sie sich ein heiliges Buch teilen?

Welche Wurzeln bietet der über Jahrhunderte gepflegte christliche Antijudaismus für den politischen Antisemitismus?

Antisemitismus ist heute wieder in vielen europäischen Staaten zu beobachten und nimmt bedrohliche Ausmaße und Formen an.

Am 9. November 2013 jährte sich bereits zum 75. Male die Reichpogromnacht. Die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger bis hin zur sogenannten »Endlösung«, der durch den NS-Staat geplanten und durchgeführten Ermordung der Juden in Europa, hatte aber nicht nur politische oder ideologische Wurzeln.

Wir wollen der Frage nachgehen, inwieweit kirchlicher Antijudaismus als eine maßgebliche Wurzel des politischen Antisemitismus anerkannt werden muß.

Im Rahmen der ›Lutherdekade‹ geht es um die Wirkungsgeschichte Martin Luthers und um die Themen ›Obrigkeit und Mündigkeit‹, ›Gewissensfreiheit‹ und auch die ›Menschenrechte‹. Der Referent, Pfarrer Hoffmann will zum Nachdenken anregen und lädt ein zu einem offenen Gespräch.

Quelle: www.tczew-witten.de

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