Ruhr Nachrichten. Die Hütten sind gebucht, die Visa bewilligt, die Koffer fast gepackt: Es kann losgehen. Die Reise geht ins Internationale Jugendcamp, das vom 17. bis 25. August in Mallnitz stattfindet. Viel gab es für die Organisatoren zu planen - und einmal drohte sogar der Ausfall des Camps.

Die Initiatoren: Erich Bremm, Horst Görlitz und Klaus Lohmann – alle drei seit vielen Jahren im Partnerschaftsverein aktiv. Und sie hatten die Idee, sich zum (runden) Geburtstag gemeinsam ein internationales Jugendcamp schenken zu lassen.

Das Geburtstagsgeld ergab nun keine 50 000 Euro, die letztlich benötigt wurden, aber doch 15 000 Euro. Den Rest holten die Initiatoren durch Spenden, die großzügig auch von Sparkasse, Stadtwerken und Ostermann gewährt wurden, aber auch mit einem Zuschuss im Rahmen des Programms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ herein.

Und nun steht das Programm: Die Hütten in Mallnitz sind gebucht, dazu noch ein paar Hotelzimmer, weil selbst die Wittener und die Wolfener Hütten nicht genug Schlafplätze haben. Die Belegung der Schlafsäle steht: Getrennt nach Mädchen und Jungen, aber international gemischt ist die Devise.

Denn schließlich geht es ja bei dem Jugendcamp vor allem darum, die Partnerschaftsidee Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren nahe zu bringen. Und dafür schickt jede der sechs Wittener Partnerstädte von Lev Hasharon bis Kursk sieben und zehn Jugendliche, dazu jeweils zwei Betreuer. Wahrlich international, bis zur Sprache: „Verkehrssprache ist Englisch“, sagt Ericht Bremm.

Und was geschieht in Mallnitz? Da gibt es einen Ausflug mit Ranger im Nationalpark, einen Ausflug auf den Mallnitzer Hausberg, es kann Fußball gespielt werden und Volleyball, es gibt eine Riesendartscheibe und und und... Voller Vorfreude, aber auch ein bisschen erleichtert, sind die drei Initiatoren. „Es war doch viel mehr Arbeit als wir gedacht haben“, sagt Erich Bremm.

Und einmal drohte sogar ein Ausfall: „Wir hatten alles zusammen für die Visa der Gruppe aus Kursk. Doch die Deutsche Botschaft in Moskau meinte, dass das Camp doch in Österreich stattfindet. Und dass deshalb die österreichische Botschaft zuständig sei.“ Also musste eine Einladung der Gemeinde Mallnitz her, dazu neue Anträge und das alles in österreichisch. Es hat geklappt.

Und am 17. August geht es los. Für die Initiatoren allerdings schon früher. Sie richten alles her. Damit es ein schönes Jugendcamp und damit ein tolles Geschenk zum runden Geburtstag wird.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Irene Steiner

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