Ruhr Nachrichten. Viele Infostände zu unterschiedlichen Nationen, internationale Speisen und eine Menge Aufgaben, die es für eine Verlosung zu lösen galt, lockten am Samstag in die WerkStadt. Dort fand zum dritten Mal die Integrationsmesse statt.

Die Besucher erfreuten sich an dem kulturellen Austausch und gewannen über die verschiedensten Nationen neue Erkenntnisse. „Ich finde das wunderbar, dass es einen so großen Zulauf gibt und dass es eine schöne Tradition wird. Die Partnerstädte sind hier auch vertreten. Wir haben in Witten 113 Nationen, die zusammenfinden und friedlich zusammen leben.“, war Bürgermeisterin Sonja Leidemann bei der Eröffnung der Messe zufrieden.

Zuvor führten die Kinder der Erlenschulen-Kita das Stück „Der Regenbogenfisch“ auf. Mehr als 40 Aussteller waren zugegen, darunter auch die Städtepartner Lev Hasharon (Israel), Tczew (Polen), Kursk (Russland), Beauvais (Frankreich), Barking/ Dagenham (England) und Mallnitz (Österreich). Auch die Partner der Städtefreundschaft aus San Carlos (Nicaragua) waren da sowie das Bildungsprojekt „Kontrakt“, das Jugendamt, die AWO und die islamischen Gemeinden in Witten. Sie waren mit einer Menge an türkischen Speisen vertreten.

Nicola Steinbach, stellvertretende Jugendsprecherin des Freundeskreises der Israelfahrer, erklärte: „Wir sind heute im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Witten und Lev Hasharon hier. Bei uns gibt es einen Jugend- und Erwachsenenaustausch. Dieses Jahr besucht die israelische Jugendgruppe uns und wir möchten gerne weitere Teilnehmer finden, denn trotz der Konflikte in Israel ist ein Austausch sehr lohnenswert. Nächstes Jahr wird es voraussichtlich auch wieder eine Fahrt nach Israel geben.“

Ein Rezept, wie Integration gelingt, hat die Vorsitzende der Wittener Internationalen Liste Dr. Theodora Polichronidou „Wir sollten die Kinder beobachten. Kinder haben kein Integrationsproblem. Sie sind emotional und denken mit dem Herzen. Kinder haben noch keine Angst. Sie machen alles richtig, weil sie nicht abwägen. Egal welche Religion oder welcher Nation man angehört, Dinge wie Gefühle oder Freundschaft sind bei allen Menschen gleich“, so die Kinderärztin.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Witten, Claudia Formann, war zufrieden mit der Resonanz. „Es ist hier sehr lebendig. Die Messe richtet sich an alle Bürger, denn nur durch solch eine Begegnung können Hemmschwellen und Vorurteile abgebaut werden. Dieses Miteinander ist einfach schön.“

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Anne Mareike Keßler

 

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