Israelische Jugendliche sind derzeit zu Gast bei der Holzkamp-Gesamtschule. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool WAZ. „Really nice“ - „echt schön“ finden es die jungen Besucher in Witten. 17 Jungen und Mädchen der „Dror Experimental School“ in Lev Hasharon sind eine Woche lang Gäste der Holzkamp-Schule.

Es ist der fünfte Austausch „und auf diese Weise haben wir schon fast 200 Schüler zusammen gebracht“, sagt Lehrer Jörn Obenhaus, der den Austausch organisiert. Zu sehen, wie dabei Freundschaften entstehen, dass sei für ihn die beste Motivation, weiter zu machen. Und so folgt schon im Oktober der Gegenbesuch.

Wie immer absolvieren die israelischen Gäste, zu denen auch Lehrerin Ziva Maor gehört, ein volles Programm. Montagabend sind sie am Flughafen Köln/Bonn von den Wittenern in Empfang genommen worden. Seitdem haben sie einen ersten Eindruck von der Stadt gewonnen, waren in der Schule und beim obligatorischen Besuch im Rathaus, wo sie nach einem Gespräch mit der Bürgermeisterin einen Blick vom Turm werfen durften. Was ihnen denn in Witten aufgefallen sei, fragte Sonja Leidemann. Diese Antwort dürfte ihr gefallen haben: „Die Straßen sind so sauber.“

Daniel Szczypek (17), Holzkamp-Schüler in der Jahrgangsstufe 11, der einen Gast aus Israel in seiner Familie aufgenommen hat, ist begeistert von dem Kontakt: „Der Austausch mit den Kulturen ist wichtig. Im Fernsehen sieht man ja meist nur, wenn Bomben fallen.“ Er hat festgestellt: „Die Jugendlichen sind eigentlich gar nicht anders als wir – total lieb und freundlich.“

Heute fährt die Gruppe nach Berlin, am Montag geht’s ins Muttental und am Dienstag schon wieder nach Hause. Aber bald sehen sich ja alle wieder. Und Daniel ist im Oktober natürlich mit dabei.

WAZ-Bericht von Annette Kreikenbohm

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