Auf dem Partnerschafts-Flohmarkt: Deftiges gab’s am Stand der „Wittener Hütten“. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool WAZ. Goldgelber Honig, bunte, handbemalte Holzschalen und kräftige Erbsensuppe - auf dem 14. Flohmarkt der Wittener Städtepartnerschaften boten die Händler Spezialitäten aus anderen Ländern an. Oder auch Bücher, Kleidung, CDs und Kuscheltiere.

Sieben Städtepartnerschaften und eine Freundschaft gibt es in Witten. Einige bestehen zu den benachbarten Ländern England und Frankreich, andere im Osten. Eine Partnerschaft hat einen längeren Weg - nach San Carlos in Nicaragua. Um Studenten dort einen Studienplatz an der Universität zu ermöglichen, verkaufen die Mitglieder rund um den Vorsitzenden Klaus Schulz Trödel - darunter auch Honig. „Der ist richtig beliebt und schnell verkauft“, weiß Schulz. Der Erlös kommt insgesamt dem Uni-Projekt zugute. „Wir würden uns freuen, wenn wir rund 300 Euro erwirtschaften könnten. Denn ein Monat Studium kostet knapp 30 US-Dollar.“

Am Stand des Freundeskreises Witten-Kursk bietet man handgemachte Holzschalen an. Mit gelben und roten Farben und einem Echtheitszertifikat sorgen die Schüsseln für Begeisterung beim Besucher. „Wir schätzen, dass bis zum Standabbau alles weg ist“, sagt Vorsitzender Horst Görlitz. Der Renner an dem Stand: die russischen Getränke. Die Wodka- und Kräuterschnapsflaschen waren nach einer Stunde ausverkauft.

Neben den Partnerschaftsständen bieten viele andere Einrichtungen und Initiativen, etwa die Overbergschule, die Rudolf-Steiner-Schule sowie die Ruhrtal-Engel, Trödel an. Was die Händler mit ihrem Erlös anfangen, bleibt ihnen selbst überlassen. Um den Partnerschaftsfonds zu unterstützen, mussten sie keine Standgebühr auf dem Ostermanngelände zahlen.

Wer zwischen all dem Trödel eine Stärkung braucht, ist am Stand der Mallnitzer Hütten richtig. Dort gibt es Erbsensuppe - persönlich serviert von Altbürgermeister Klaus Lohmann, der Vorsitzender der Partnerschaft zu Mallnitz ist. „Der Trödel gibt uns neben dem Verdienst die Chance, uns auszutauschen mit anderen Vereinen.“

WAZ-Bericht von Franziska Bombach

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