Sandra Wieschermann begrüßt die Gäste der Integrationsmesse. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool WAZ. Witten ist eine bunte Welt. Spätestens auf der Messe für Integration und Städtepartnerschaft konnte das eindrucksvoll beobachtet werden.

Initiiert und organisiert von der Integrationsbeauftragten der Stadt, Claudia Formann, fanden sich über 40 Vereine und Organisationen ein, um zum Thema Integration zu informieren. "Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass jeder Stand eine Aktion anbietet", erklärt Claudia Formann.

Und gleich am Eingang begrüßen bunte Trachten und liegen exotische Gerüche in der Luft. Irina Kovalova, ursprünglich aus Dnepropetrovsk in der Ukraine, informiert über ihre Arbeit mit Migranten. Doch das tut sie nicht einfach so, sondern umgeben von Samowar, Pelmeni und bunt verzierten Holzlöffeln. Die traditionelle Kleidung habe sie sich hier gekauft, verrät sie. Doch an ihr sieht es allemal authentisch aus.

Überall gibt es etwas zu probieren und strahlende Menschen, die sich freuen, dabei zu sein. "Wir wollen hier Afrika als Ganzes vertreten", sagen Cecilia Wanjiru und Michelle Lebang. Die jungen Frauen aus Kenia und Botswana sind beim Treffpunkt Afrika. Hier auf der Messe haben sie den Afri-Polski Stand aufgebaut. Eine interessante Mischung, doch die Verbindungen zwischen Polen und Afrika seien vielfältig.

Beim Deutsch-Georgischen Kulturverein Kolchis gibt es Tschakapuli. Die Fleischspeise wird mit anderen Köstlichkeiten gereicht. Naili Kimbarishvili isst ihre Heimatspeisen mit großem Genuss. Die Lehrerin der Blote-Vogel-Schule ist als Besucherin hier. Natürlich kennt sie einige der anderen Georgier in Witten. "Sich zu treffen und auszutauschen bringt viel", sagt sie.

Doch nicht nur für Migranten ist die Messe interessant. "Gerade Menschen, die scheinbar mit Migration nichts zu tun haben, soll die Messe ansprechen", sagt Organisatorin Formann, "denn Interesse für meinen Nachbarn kann Brücken schlagen". Die Besucherzahlen zeigen: Interesse besteht.

WAZ-Bericht von Börries Hornemann

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